Gedanken zur Regeländerung Tuch vor den Scheiben bei Fliege Ziel  

Verschiedene Regeländerungen, welche erst im Frühjahr 2007 beschlossen wurden, wie z.B. bei Fliegeziel haben schon große Auswirkungen auf den Sport.

Wurde noch im letzten Jahr darauf geachtet, dass das Fliegenvorfach nicht das Gras berührt, so wird ab diesem Jahr, bei allen Deutschenmeisterschaften, ein Tuch von 1m Breite vor den Schalen ausgelegt. Es ist dann verboten, das Tuch mit der Fliege zu berühren. Noch ist eine Berührung pro Schale erlaubt und es wird bei der zweiten Berührung des Tuches mit der Fliege mit Touch, also Null, gewertet.

Es hat sich gezeigt, dass die alten, erfahrenen Werfer, durchaus mit der neuen Regelung zurecht kommen, obgleich die volle Punktzahl 100 nicht mehr so leicht erreicht wird. Aber dies ist ja auch nicht der Knackpunkt.

Einsteiger haben es unnötig schwer

Das Problem liegt in der Motivation der Anfänger. Es ist einfach zu ungenau, der Werfer fühlt sich dem Kampfrichter ausgeliefert. Wo ist die Grenze zwischen mutwilligen Berühren des Tuches um Maßzunehmen und dem, wie ein Hauch über das Tuch huschen wo gerade mal die Hechel das Tuch berühren. Bei den Jugendlichen ein Problem, das sie am Fliegenwerfen scheitern lassen.

Die Entwicklungs-Geschichte von Fliege Ziel

Wenn wir die Geschichte des Werfens mit der Fliege auf Ziele betrachten, so war es ein ständiger Kampf um das Touchieren. Es war nicht der Kampf um mehr Punkte, nein, die Frage war, kann der Kampfrichter den Touch richtig erkennen. Zuerst wurde auf dem Wasser geworfen. An Flüssen, Teichen oder Altwassern, aber immer stand der Kampfrichter am Ufer, weit weg vom Ziel.

So wurde mit den Aufkommen der Plastikfolien, die Zieldisziplinen Fliege Skish auf das Land in Wasserbecken gelegt. Hier waren die Treffer und der Touch genau zuerkennen.

Doch je besser die Werfer und das Material in Deutschland wurden, umso kritischer wurden auch die “hoch qualifizierten³ Kampfrichter. Es gipfelte darin, dass es schon mit unter genügte, wenn ein Wassertropfen aus der Fliege fiel, um einen Touch zu geben.

So wurde das Wasserbecken abgeschafft und es wurden Wasserschalen auf den Rasen gelegt. Aber das Berühren des Grases war nach wie vor ein Touch. So wurde auch gleich wieder darüber gestritten, ob das Berühren der Grashalmspitzen, oder um des offensichtliche Einschlagen der Fliege oder des Vorfaches. ein Touch ist.

Negative Entwicklung und 180° Wendung oder gar das Ende?

Also wurde der Touch auf dem Rasen abgeschafft, mit der Folge, dass nun munter vor und neben der Schale maßgenommen wurde.

Dieser Missstand soll nun mit dem Tuch vor den Schalen begegnet werden. Aber auch hierzu gibt es schon Beispiele, die ins Negative führen.

Fliege Arenberg wurde immer auf den Rasen ausgelegt. Hier lag vor dem Zentrum, der Rest des Arenbergtuches mit ca. 1,5m Breite, der beim Schwingen nicht berührt werden durfte. Die Disziplin wurde abgeschafft.

Fliege Kombination, auch hier lag das Zentrum auf einem Tuch mit 0,8m vor dem Ziel, auch diese Disziplinen wurde abgeschafft. Immer mit dem Argument die Kampfrichter können das richtige Ergebnis nicht erkennen und der Touch war kein Touch.

Nun haben wir wieder, vor der letzten Fliegeziel Disziplin ein Tuch, hoffentlich ist das nicht das Ende des Fliegezielwerfens.